Iaido in Deutschland

Iaidō ist eine in Europa wenig verbreitete Kunst und kam erst sehr spät, Anfang der 1980er Jahre, nach Deutschland. Wenige einzelne trainierten diese Kunst, die sie in Japan gelernt hatten. Meist handelte es sich dabei um Kendōka (Kendō Kämpfer), die damit ihr Training erweiterten.

1989 gab es einige wenige Vereine mit wenigen Mitgliedern die sich im DIV, dem Deutschen Iaidō Verband zusammenfanden. Stil der Vereine war die Muso Shinden-Ryū. Im Jahr 2001 kam es zur Spaltung innerhalb des Verbandes. Grund war hier wie so oft die unterschiedliche Sichtweise, was die Umsetzung und Organisation des "richtigen" Iaidō betraf. 2001 wurde deshalb der "Deutscher Iaidō Bund" (DIAIB) gegründet, dem nach wie vor die meisten Schulen angehören und der die internationale Anbindung an alle großen Verbände hat. Iaidō in Deutschland wird immer von hoch graduierten Meistern aus Japan angeleitet. Diese unterrichten nicht nur deutsche Schüler in Japan, sondern leiten jedes Jahr den Bundeslehrgang des DIAIB. Folgende Meister waren bisher in Deutschland für die Muso Shinden-Ryū aktiv:

Sagawa Hakuo Sensei, 9. Dan Hanshi (verst. 2004) bis 2000
Soejima Manabu Sensei, 8. Dan Kyoshi (verst. 2015) 2000 - 2013
Furuichi Norio Sensei, 8. Dan Kyoshi 2013 - aktuell

Eine in Deutschland ebenfalls bekannte, eigenständig organisierte Schule des Iaidō ist die Muso Jikiden Eishin-Ryū.

Iaido in Wuppertal

1997 begann Martin Sülz in Düsseldorf im Hakushikai Düsseldorf mit Iaidō. Er lernte bei Franz Jahns (Klüners), Klaus Stolle und Udo Schneeweiß, die in Düsseldorf als Lehrer vorstanden.
2001 legte er auf dem Bundeslehrgang des DIAIB in Düsseldorf unter Soejima Sensei seine Prüfung zum 1.Dan ab.
2002 verließ er den Hakushinkai Düsseldorf und gründete in seinem Heimatverein, der Schule für Kampfkunst Wuppertal e.V., die erste Iaidō-Gruppe in Wuppertal.

Diese besteht bis heute und hat mit dieser Seite eine eigene Platform um sich zu präsentieren.

Schwertkampfkunst